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STEFAN HEIMOZ - Liedermacher

(Eine grössere Auswahl von Presseartikeln, Radiosendungen usw. findet man auf www.liederlobby.ch.)

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AUF DEN SPUREN VON MANI MATTER

Der Scharnachtaler Liedermacher Stefan Heimoz tritt am Sonntag mit seinem Soloprogramm «Eselsbrügg» im Theater Alte Oele auf. Mit seinen Mundartliedern unterhält der Musiker sein Publikum in der Tradition von Mani Matter.
Der Chansonnier Stefan Heimoz sagt über seine Kunst, er besinge Vorder- und Hintergründiges, Haupt- und Nebensächliches. So auch am Sonntag ab 17.00 Uhr im Theater Alte Oele in Thun. Mit seinen vertonten Alltagsgeschichten – mal schräg, mal lustig, mal nachdenklich oder doppelbödig – unterhält Heimoz sein Publikum in der Tradition von Mani Matter. Seit 15 Jahren bringt er dabei aber mit seiner Stimme, dem Gitarrenspiel und den Texten seinen ganz eigenen Stil auf die Bühne. Am Sonntag wird der Liedermacher mit Jahrgang 1969 sein neuestes Solo-Programm «Eselsbrügg» präsentieren. Die dazugehörige CD erschien am 5. Oktober vergangenen Jahres beim Narrenschiff-Label.

Vorschau auf ein Konzert in der Alten Oele Thun
(Jungfrau Zeitung, 11.1.2016)

Stefan Heimoz - CHLY ABER GROSS

von Markus Heiniger

"Klein aber gross" heisst Stefan Heimoz' neue CD. Sie ist in der Berner Mahogany Hall live entstanden. Aufgenommen hat sie Heimoz am 12. November 2011. Ein einziges Aufnahmedatum und alles perfekt im Kasten: Stefan Heimoz.

Was gibt es zu hören? Der Berner Oberländer mit Jahrgang 1969 singt solo an der Gitarre Berndeutsche Lieder. Es sind schnörkellose Songs, leicht spöttische und doch nie lieblose Betrachtungen des Alltags wie etwa sein Lied d'Hermine & ihri Termine (Hermine und ihre Termine) sowie leicht schräge und doch sehr treffende, ja träfe Bilder wie etwa im Lied dr Boum, ds Meitschi & dr Hund (Der Baum, das Mädchen und der Hund). Seine Lieder sind sorgfältig, musikalisch und abwechslungsreich begleitet. Heimoz bewegt sich dabei in den Fussstapfen der legendären Berner Troubadours rund um Mani Matter und Fritz Widmer, die in den 1960er und 70er-Jahren das Schweizer Mundart-Chanson erfunden und geprägt haben. Dabei hinterlässt er nun bereits seit zehn Jahren auch eigene, frische Spuren.

Wer ist da "klein aber gross"? Klar, es ist sein auf dem CD-Cover vor dem Thunersee über eine alte Steinmauer balancierender Sohn. "Aussen klein und innen gross", portraitiert ihn Heimoz im Refrain des Titelsongs. Die fünf Wörter singt er liebevoll und doch völlig nüchtern und entspannt. Dann ist für einen kurzen Moment lang nur noch die Gitarre zu hören. Im Publikum raschelt es ganz leise. Jemand greift zum Taschentuch.

Stefan Heimoz weiss, dass er es nicht erfunden hat, das Liedermachen, klar. Charakterisierend für ihn ist aber die schelmische Selbstverständlichkeit, mit der er im Programm eines seiner Liebeslieder ansagt: Er wisse, dass es bereits tausende solcher Lieder gebe. Deshalb habe er sich dazu entschlossen, auch eines zu schreiben. Und spätestens wenn wir ihm dann zuhören, wie er sie singt, seine Liebeslieder, Die Beschti (für mi), (Die Beste - für mich) oder seinen Clochard, wissen wir, dass er eben doch ein Erfinder ist und ein Entdecker von Neuland. Und wir begleiten ihn gerne und mit Genuss durch sein Konzert.

www.ein-achtel-lorbeerblatt.de

SCHARNACHTAL: STEFAN HEIMOZ' VIERTES ALBUM
Klein und dennoch gross


Was den Zuhörern am Konzert im November 2011 in der Mahogany Hall geboten wurde, kommt nun dieser Tage als Livealbum in den Handel. Der Scharnachtaler Stefan Heimoz besingt darin mit viel Witz und Feingefühl, aber auch mit kritischem Blick Alltägliches, Menschliches und Märchenhaftes.

Aus dem halben Oberland und dem Bernbiet waren sie nach Bern gereist, um den Darbietungen des Liedermachers Stefan Heimoz zu lauschen. Das Konzert, das der Wahlscharnachtaler am 12. November gab, fand in der geschichtsträchtigen Mahogany Hall statt, dem ältesten Musiklokal der Stadt Bern, in welchem seit der Gründung 1968 nebst traditionellem Jazz, Soul, Blues und Rock auch alle Grössen der Schweizer Liedermacherszene gastiert haben; von den "Berner Troubadours" über das Trio "Tschou zäme" bis hin zu Linard Bardill.

Erstes Livealbum
Aus dem Mitschnitt des Konzertes mit bereits bekannten Liedern und fünf neuen Chansons ist inzwischen eine CD mit 18 Liedern entstanden, die dieser Tage in den Handel kommt. Schon der Titel der Scheibe "Chly aber gross", die der Sänger seinen beiden Söhnen Benjamin und Florian widmet, lässt erkennen, dass Heimoz auch mit seiner neuen CD wiederum viel Doppelbödiges zu bieten hat, wie das bereits in den vorangegangenen drei Alben zum Ausdruck kam.

Bunter Liederstrauss
Mit dem neuen Album bietet uns der 42-jährige Heimoz, der hauptberuflich als Lehrer tätig ist, einen Blick in seine vielschichtige Gedankenwelt. Da besingt er etwa den "Bärnergring" recht selbstkritisch und humorvoll und teilt dazu einen leichten Seitenhieb in Richtung Zürich aus, ohne dabei ausfallend zu werden. In "D Hermine und ihri Termine" schildert er die gestresste Zeitgenossin (es könnte sich ebenso gut um einen Zeitgenossen handeln), die (oder der) wegen der übervollen Agenda das eigentliche Leben an sich vorbeiziehen lässt und es – das Leben – somit mehr oder weniger verpasst, und in "Gringe uf de Plakat" wirft er ein kritisches Auge auf die Gepflogenheiten und leeren Versprechen gewisser Politiker. Indes versteht es Heimoz nicht nur bissig zu sticheln und allzu Menschliches aufzudecken, Schräges (Herr Sauber und Herr Reinig) und Märchenhaftes (D Pyramide) zu besingen, er bietet uns auch Tiefgründiges und Besinnliches; beispielsweise in den Liebesliedern "Di Beschti" oder "Ändlech".

Virtuoses Saitenspiel
Nicht nur Heimoz‘ Liedtexte sind bemerkenswert. Auffallend ist auch seine Musikalität. Mit erstaunlicher Leichtigkeit und flinken Fingern greift er nach den Saiten seiner Gitarre und entlockt ihnen Klänge und Harmonien, welche die Texte passend untermalen und begleiten. Ob er nun die Saiten rockig anschlägt oder melodiös und wohlklingend zupft, in Heimoz‘ Händen ist die Gitarre stets ein klangvolles, wohltönendes Instrument.

UELI SCHMID, Frutigländer, 21.2.2012

STEFAN HEIMOZ – GUETI ZYT

Wenn man von Heuschnupfen geplagt ist, sich mit Dummheit und Politik herumschlagen muss, fünfzig Jahre auf die Angebetete wartet und von einen Hund angepinkelt wird, sollte man schon darüber singen...

„Der Berner Liedermacher singt Vorder- und Hintergründiges - oder anders gesagt: Haupt- und Nebensächliches...“, steht auf seiner Homepage. Diese Aussage trifft den Nagel auf den Kopf. Stefan Heimoz ist Musiker, Schreiber, Dichter, Geschichtenerzähler und Minnesänger zugleich und hat im siebten Jahr seiner Bühnenkarriere am siebten Natural Sound Open Air im Kiental seine neue CD „Gueti Zyt“ erstmals vorgestellt. „Säg mal, cha das würklech si, dass i nächstens 40i bi...?“ singt der 39-Jährige und durchleuchtet ironisch und mit einem Lächeln Zustände des Alltagslebens, ulkige Situationen und himmeltraurige Begebenheiten. Mal gedankenvoll, fast traurig, dann wieder aufgeweckt und munter wie etwa der „Heurüüme-Blues“. Der Barde predigt Lebensweisheiten, ohne sich selber immer daran zu halten, erteilt sinnvolle und weniger sinnvolle Gratis-Tipps, liebt und leidet, gibt sich allwissend, wohl wissend, dass dem nicht so ist, lacht über sich selbst und umgarnt seine Mitmenschen mit seiner unkomplizierten, offenen Art. Die Sichtweisen von Stefan sind verwinkelt, seine Inhalte durchdacht und doppelbödig, zum Sinnieren und Schmunzeln. Wenn sich der Sänger zum Beispiel als alten Baum sieht und ein Hund an seinen Stamm pinkelt, muss er doch zugeben: „Mängisch steisch eifach im Seich...“ Die Eigenkompositionen sind witzig, spöttisch bis bissig, grüblerisch, charmant und liebenswert. Ja sogar ein Liebeslied an einen Esel hat Platz auf der Scheibe gefunden: „...si streckt mer z Mu entgäge u ihre Damebart...“ Die offenherzige Musik untermauert spielerisch die eigentümlichen Texte, die akustische Gitarre bekommt ab und zu ein "E-" vorneweg und wird dann und wann begleitet von exotischen Instrumenten wie Djembé, Akkordeon, Cello (Christine Heimoz) und Mundartharmonika (Mike Sutter). Delikatessen für Ohr und Geist...

„U falls i trozdäm mal wider es Lied sött schribe, würd das da de glich mis letschte blibe. U faus du di itze fragsch, wiso, s’isch doch logisch, schliesslech heisst’s ja eso: Mis letschte Lied!“

trespass.ch, Swiss Music Scene (Text: Eve)